Maltherapie

Aus Kunsttherapie und Maltherapie - Atelier im Farbraum - Malen in Winterthur Zuerich Schweiz

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Maltherapie ist in der Schweiz oft krankenkassenanerkannt mit Zusatzversicherung.


Näheres zu meinen Anerkennungen unter Krankenkasse

Maltherapie Einzel siehe auch unter Angebot.

Mal-Gruppen siehe unter Aktuell







Im folgenden Text verwende ich die weiblichen Bezeichnungen Klientin und Maltherapeutin, Klienten und Therapeuten sind willkommen und mitgemeint.

Die Maltherapie ist eine Form der Kunsttherapie. Maltherapie wird zu den gestaltungstherapeutischen Verfahren gerechnet, sie ist handlungs- und erlebnisorientiert. Kreative Kräfte werden geweckt, angeregt oder wiederbelebt, welche die Malende in ihrer Lebensbewältigung stärken. Sie wird auch in Verbindung mit anderen psychotherapeutischen Richtungen, z. B. Psychoanalyse, Gestalttherapie, etc. angewandt.

Die Maltherapie eignet sich für Erwachsene, Jugendliche und Kinder in psychischen oder physischen Belastungs- und Krisensituationen und als Prävention zur Stärkung und Entwicklungsförderung. Im Einzel- oder Gruppensetting wird mit verschiedenen Materialien und Techniken gearbeitet. Es sind keine künstlerischen Vorkenntnisse notwendig, da es darum geht, sich ausdrücken zu dürfen.

Die Klientin erlebt einen Freiraum zu kreativer Auseinandersetzung im Malen und die Möglichkeit, inneren Bildern Raum zu geben. Sie kann in der geschützten, wertfreien Atmosphäre des Ateliers ohne „Risiko“ neue Sicht- und Verhaltensweisen entwickeln und erproben, die sie zu einem geeigneten Zeitpunkt ins reale Leben transferieren kann. Im Gespräch mit der Maltherapeutin werden die Erfahrungen besprochen und nach Bedarf reflektiert. Die therapeutische Beziehung ist im Unterschied zu den Gesprächstherapien erweitert durch das Bild und bewegt sich in diesem Dreieck. Beim Gestalten findet ein Zwiegespräch mit sich selbst statt. Diese Form der nonverbalen Kommunikation wirkt öffnend auf die Beziehung zu sich und seiner Umgebung.



Wirkung der Maltherapie

  • Erlernen neuer Ausdrucksmöglichkeiten
  • Entwicklung von Flexibilität und Kreativität
  • Steigerung von Konzentration und Ausdauer
  • Bessere Wahrnehmung des eigenen Körpers und der Gefühle
  • Förderung von Kommunikations- und Kontaktverhalten
  • Erkennen von Ressourcen und Problemen, finden neuer Lösungsansätze
  • Erlangen einer neuen oder erweiterten Sicht
  • Entdecken verborgener Selbstanteile
  • Allgemeine Stärkung von persönlicher Kompetenz und Erlebnisreichtum








Maltherapie wird angewandt als Therapie und Prävention ( stärkend und entwicklungsfördernd). In der Einzel- oder Gruppensituation wird mit verschiedenen Materialien und Techniken gearbeitet. Es sind keine künstlerischen Vorkenntnisse notwendig.


Maltherapie wird erfolgreich angewandt bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern mit folgenden Beschwerden:


  • Krisen, zum Beispiel bei Verlusterlebnis
  • nach Klinikaufenthalt zur Unterstützung und Stabilisierung
  • Neuorientierung
  • Depression oder depressive Stimmungen
  • körperliche Erkrankung ( zum Beispiel Schmerzzustände, Krebs und ...)
  • psychosomatische Beschwerden
  • Burnout
  • Essstörungen wie Anorexie und Bulimie
  • Angstzuständen
  • Anpassungsstörung
  • Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
  • als Ausdrucksmöglichkeit, auch ergänzend zu einer Gesprächspsychotherapie
  • Als Lehrtherapie für Kunsttherapie-SchülerInnen während der Ausbildung.









Berufsprofil

(aus dem Berufsbild des KSKV, Schweiz)

Hauptbestandteil der Maltherapie ist das Erarbeiten eines bildnerischen Werks, künstlerisches Handeln und die Auseinandersetzung mit dem Material. Sie ermöglicht einen bildhaften, sinnlichen Umgang mit Ressourcen, Problemen und Störungen und fördert kreative Lösungsstrategien. Maltherapie ruft Kräfte zu Veränderung und Wandlung hervor. In der Arbeit am Werk entdeckt und erlebt die Klientin die eigene Gestaltungskraft und stärkt ihre Fähigkeit, auf innere und äussere Umstände Einfluss zu nehmen.

In der Konfrontation mit dem Werk werden die Konsequenzen des eigenen Handelns und der eigenen Haltung erlebt. Eine bewusste Verbindung zwischen Werk und Klientin als Bezugsquelle zum Körper, zum Seelenleben und der Biographie wird angeregt. Sich mit allen Aspekten des Daseins „ins Bild zu setzen“, diese zu explorieren und zu reflektieren gibt den Phänomenen der eigenen Existenz Bedeutung und Sinn.

Gestaltung ermöglicht Erkenntnis. Im Bewusstwerden und der gestaltenden Weiterarbeit an den Bildprozessen wird die experimentierende Veränderung innerseelischer wie handlungsbezogener Phänomene möglich. Dabei können Spiel- und Gestaltungsfreude, Lust an der Tätigkeit und an der Selbstwahrnehmung erlebt werden.

Maltherapie fördert das Farb- und Formempfinden. Sie stärkt die Beziehungs- und Begegnungsfähigkeit.


Mittel und Methoden

Mal setzt die Mittel der bildenden Kunst ein. Ergänzend können auch andere künstlerische Mittel hinzukommen. Die maltherapeutische Arbeit geschieht im Wechsel zwischen praktischem Tun einerseits und distanzierender visueller Wahrnehmung sowie fühlend-kognitiver Reflexion andererseits. Die Maltherapeutin richtet sich nach den Bedürfnissen des Menschen, respektive dem Auftrag der Klientin und verwendet spezifische mal- und gestaltungstherapeutische Interventionen.










Malmaterialien: verschiedene Farben (wie Gouache, Kreide, Buntstift, Aquarell, etc.) Naturmaterialien, Gips, Ton, u.s.w. Auch die Fotografie und die neuen Medien können genutzt werden.

Maltechniken: Ausdrucksmalen, Mischtechniken, Nass-in-nass-Technik, Collagen, Frottagen, Handmalen/Fingerfarben, Spachteln, Einmaldruck, etc.

Der technische Aspekt des Malens steht in der Maltherapie nicht im Vordergrund, die diversen Techniken können jedoch für den therapeutischen Prozess sinnvoll eingesetzt werden. Als Beispiel: Bei der fliessenden Nass-in-nass-Technik bewegt sich die Farbe nach dem Auftragen noch eigenständig weiter, diese Technik verhindert ein „perfektes“ Resultat, sie lädt ein, zu verspieltem, staunendem Erlebnis. Kommt eine Klientin zum Beispiel mit einer Wut im Bauch, ist diese fliessende Technik nicht angebracht, da sie keinen Widerstand bietet und damit der Klientin den Ausdruck ihrer Wut nicht erlaubt.









Arbeitsfelder der Maltherapeutinnen

  • in Privatpraxen
  • in Kliniken, Spitälern, Rehabilitationszentren und Therapeutika
  • in heil- und sonderpädagogischen Institutionen
  • in sozialen, pädagogischen und kulturellen Institutionen.


Werner Kraus gibt in seinem Buch „ Die Heilkraft des Malens“ (Verlag C.H. Beck) eine gute Übersicht über die Geschichte, die Anwendungsbereiche und Methoden der Mal- und Kunsttherapie.


Farbraum Regula Schwarz Obrero, Sommer 2007

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